Was ist TCM und Akupunktur?

Die TCM ist die älteste Medizin der Welt. Die Wurzel der TCM ist die Betrachtungsweise des Menschen als ein Energiesystem zwischen Himmel und Erde.

 

Die Diagnose wird aufgrund einer ausführlichen Anamnese, Wahrnehmung und Beobachten des Erscheinungsbildes, Tasten etc gemacht. Lebensweise, Emotionen und Geisteslage sind wichtig. Die TCM ist aufgebaut an Beobachten der Naturgesetze und hat ein grosses Behandlungspotential für eine grosse Vielzahl an Erkrankungen und Disharmonien. In der TCM behandeln wir energetisch und erreichen von dieser Ebene den Körper, Geist, Psyche und Seele. In der klasssichen chinesischen Medizin spielen spirituelle Faktoren in der Behandlung eine grosse Rolle, denn Körper, Geist und Seele bilden eine untrennbare Einheit. Erst seit der Kulturrevolution wurde die TCM in vielen Schulen zur klinischen Therapie degradiert. Die Lebenskraft, das QI durchströmt das grob-und feinstoffliche Körpersystem. Ist der Qi-Fluss ungehindert und harmonisch, sind wir gesund.

 

Als eines der ältesten medizinwissenschaftlichen Systeme wird in der TCM auf Grundlage von Befinden, psychischen, geistigen, sozialen und klimatischen Faktoren sowie auf Puls-, Zungen-und Anlitzdiagnose eine energetische Diagnose erstellt. Im gegensatz zur westlichen Wissenschaftsmedizin, die kausalanalytisch arbeitet und ein anatomisch-physiologisches menschenbild hat, arbeitet die TCM in gesamtheitlicher betrachtungsweise und hat ein energetisches Menschenbild. Die Betrachtungs- und Behandlungsweise der TCM beruht auf dem Tao; Qi (Energie), Xue (Blut), Säften, Yin und Yang, Fülle, Leere, Kälte, Hitze.

 

Über 5000 Jahre alte Beobachtungen und zunächst mündliche, seit 2500 jahren auch schriftliche Überlieferungen wurden diese Beobachtungen genauestens aufgezeichnet, geprüft und in Kompendien ausgewertet.

 

Die wichtigsten Bezugssysteme in der TCM sind die Leitbahnen ( Meridiane, jing mo) und die Funktionskreise (zang fu) und basiert auf der Fünf-Elemente-Lehre (Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde)

 

Der Mensch als Wesen zwischen Himmel und Erde befindet sich im gesunden Zustand in einer natürlichen Harmonie zwischen Yin und Yang, das Qi, die Energie, fliesst harmonisch. Bei Disharmonien sind die Meridiane, die Funktionskreise und der Fluss des Qi gestört, dies ist zu erkennen zb in der Zungendiagnostik, Anlitzdiagnose etc.

 

Moxibustion

Moxibustion ist eine sehr alte und ursprünglich immer zusammen mit der Akupunktur angewendete Erwärmungstechnik. Mit Moxakraut (Artemisia= Beifuss) werden bestimmte Akupunkturpunkte gezielt und sehr tiefgehend erwärmend behandelt. Mit Moxibustion werden v.a sogenannte Kälteerkrankungen sowie chronische Erkrankungen behandelt, und es werden Blockaden aufgelöst. Kälte und Feuchtigkeit kann zB bei Arthrose (degenerative chronischer Gelenkerkrankung) aus den Gelenken ausgeleitet werden. Organe  und Hormondrüsen werden aktiviert bzw harmonisiert und in ihrer Zusammenarbeit gestärkt . Die aus Beifusskraut bestehende Moxastange wird nah am Körper ca. 2 cm über der Haut gehalten.

 

Die Moxibustion wird mit viel Erfolg bei Schwangeren mit Babys in Steisslage angewendet, damit sich das Kind drehen kann.

 

Moxibustion wird von allen Patienten als äusserst angenehm empfunden.